Bezirksversammlung Hamburg-Mitte

Drucksache - XX/4275.2  

 
 
Betreff: Verkehrssicherheit an der Lichtzeichenanlage Sievekingsallee / Caspar-Voght-Straße verbessern
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilung öffentlich
  Bezüglich:
XX/4275
Federführend:Fachamt Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Kenntnisnahme
19.12.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag

 

 

Der Regionalausschuss hat den o.g. Antrag in seiner Sitzung am 10.09.2013 beraten und einstimmig beschlossen.

Die Bezirksversammlung hat diesen Beschluss in ihrer Sitzung am 19.09.2013 bestätigt.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nimmt mit Schreiben vom  7. November 2013 wie folgt Stellung:

 

Zu 1.:

Die Sievekingsallee wird morgens und abends als Hauptein- und -ausfallstraße hoch belastet. Die Signalzeitenpläne sind für die unterschiedlichsten Verkehrsbelastungen und Lastrichtungen für diesen Straßenzug entwickelt. Mit einer übergeordneten, verkehrsabhängigen Liniensteuerung (Makrosteuerung) wird in diesem Straßenzug vollautomatisch das jeweils optimale Signalprogramm in Hinblick auf die Lastrichtung und möglichst kurze Umlaufzeiten geschaltet. In Abhängigkeit des aktuellen Verkehrsaufkommens passiert diese Auswahl häufiger über den Tag verteilt. Feste Vorgaben für einzelne Signalprogramme zu bestimmten Zeiten hätte zur Folge, dass in dem gesamten Straßenzug die Liniensteuerung nicht aktiv wäre und Rückstauungen auftreten. Das Ziel dieser Steuerung ist die Stauvermeidung und ein reduzieren von Wartezeiten sowie die Reduzierung von Lärm und Abgasen.

Die Überprüfung der einzelnen Signalzeitenpläne ergab, dass alle mit einer „Grünen Welle“ für Fußgehende, der sogenannten progressiven Fußgängersteuerung, programmiert sind. Die progressive Steuerung basiert auf der Vorgabe einer Gehgeschwindigkeit von 1,2 m/s, die auch von älteren Mitbürgern und Kindern erreicht werden kann und in der Regel wird mit dieser Art der Steuerung ein Warten auf der Mittelinsel abgewendet. In dem Signalprogramm 4, mit der kurzen Umlaufzeit von 60 Sekunden, ist es programmtechnisch nicht möglich zu verhindern, dass Fußgehende auf der Mittelinsel warten müssen, die am Ende der Grünfreigabe die Straße betreten. Dieses passiert nicht, wenn die Fahrbahn am Anfang der Grünfreigabe gequert wird.

Die Lichtsignalanlage ist wie bei einer Vielzahl in Hamburg üblich, verkehrsabhängig gesteuert. Je nach Verkehrssituation können für den Fußgängerverkehr unterschiedliche Grünfreigaben auftreten und der Fahrverkehr auf querende Fußgehende treffen. Erhöhte Gefahrensituationen sind durch das an dieser Stelle angebrachte „Gelbe Blinklicht“ zu Unterstützung der Regeln der Straßenverkehrsordnung weitgehend minimiert.

 

 

Die Polizei nimmt mit Schreiben vom 11.12.2013 wie folgt Stellung:

 

Der Beschluss wurde der Verkehrsdirektion 52 durch ein Büroversehen erst am 09.12.13 zur Prüfung und Beantwortung zugeleitet. Zur Frage 1 hatte bereits die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit Schreiben vom 07.11.13 Stellung genommen.

 

Zu Frage 2 (Einrichtung eines Wendeverbots):

 

Laut Auskunft des zuständigen Polizeikommissariats 41 liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass zusätzliche und / oder vermehrte Gefahren durch wendende Kfz im Kreuzungsbereich Sievekingsallee / Caspar-Voght-Straße hervorgerufen werden. Auch der zuständige und langjährig in diesem Bereich tätige Beamte des besonderen Fußstreifendienstes hat hierüber keine anderen Erkenntnisse.

 

Es ist richtig, dass Wendemanöver im Kreuzungsbereich immer ein gewisses Gefährdungspotenzial beinhalten, das aber durch die bei Wenden vorhandene geringe Geschwindigkeit stark minimiert wird. Die Unfalllage an dieser Kreuzung ist unauffällig, Unfälle im Zusammenhang mit Wendevorgängen wurden nicht registriert. Ein Wendeverbot ist daher aus Sicht der Straßenverkehrsbehörden nicht begründbar.

 

Zu Frage 3 (Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachung):

 

Die Polizei hat in der Sievekingsallee in den Jahren 2012 und 2013 bisher insgesamt 66 Geschwindigkeitsüberwachungseinsätze durchgeführt. Eine weitere Intensivierung dieser Überwachung ist nicht vorgesehen. Eine spezielle Rotlichtüberwachung ist angesichts der unauffälligen Unfalllage an dieser Kreuzung nicht angezeigt.


 

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.

 

 

Anlage